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Das Durcheinander beenden

Für die Entsorgung von Sonderabfällen müssen länderübergreifend
neue Grundlagen geschaffen werden


Seit Anfang der neunziger Jahre unterliegen die politisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland einem fundamentalen Wandel. Ereignisse und Entwicklungen wie der Zusammenbruch Osteuropas, die Wiedervereinigung, die Ausgestaltung des EU-Binnenraums, die Globalisierung der Weltwirtschaft und die beschleunigte Durchsetzung neuer Technologien prägten die Wirtschaftsprozesse und führten zu härterer Konkurrenz. Die Tendenz zu immer größeren, europa- und weltweit operierenden Wirtschaftseinheiten wächst. Kosteneinsparung um praktisch jeden Preis steht im Mittelpunkt. Diese Entwicklungen haben auch zu einem einschneidenden Wandel in der nationalen, europäischen und internationalen Abfallwirtschaft geführt. Im Bundesgebiet ist ein wachsender Druck zum Ausstieg aus der Vermeidung und der qualifizierten Verwertung von Abfällen zu beobachten. Die Abfallbehörden in den einzelnen Bundesländern sind sich dabei häufig uneins, was noch als Verwertung oder schon als Beseitigung zu gelten hat. Außerdem herrscht bei den Vollzugsbehörden große Unsicherheit, wo die Grenzlinie zwischen Abfällen und Produkten verläuft. Verschärft werden die Probleme durch wachsende Abfallexporte, deren Verwertung im Ausland häufig anderen Rahmenbedingungen unterliegt. Vor diesem Hintergrund ist nicht nur eine Novellierung des Abfallrechts erforderlich. Es ist notwendig, daß bundesweit gültige Verwertungsstandards festgelegt und europaweit vereinheitlicht werden.

Autor(en):Dr. rer. nat. Detlef Bimboes
Schlagworte:Privatisierung, Globalisierung, Forschung, Entwicklung, Kosten und Gebühren, Entwicklungen auf EU Ebene, Abfallrecht, Europäische Union, Kosten, Gebühren
Seite:3
Preis:€ 0,00



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