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Leichte Entspannung – keine Entwarnung

Im vergangenen Jahrzehnt pragten hohe Preisvolatilitaten die Rohstoffmarkte fur mineralische Rohstoffe. Dies erschwerte die langfristige strategische Rohstoffsicherung in Unternehmen. Da sich 2012 das Wachstum in China verringert hat und die Industriestaaten mit den Nachwirkungen der Finanzmarktkrise 2008/2009 und der EU-Wahrungskrise ringen, die Bergbaukonzerne jedoch gleichzeitig die Forderkapazitaten ausbauen, ist eine leichte Entspannung auf den weltweiten Rohstoffmarkten fur mineralische Rohstoffe zu verzeichnen.

Trotzdem ist aufgrund des Wachstums in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und in Schwellenlandern wie Indonesien, Mexiko und der Turkei mittelfristig weiterhin mit einer hohen Volatilitat der Markte zu rechnen. Zudem sind die schnellen und wenig vorhersehbaren Innovationssprunge im technischen Bereich kaum berechenbar. Insbesondere bei den Hochtechnologiemetallen wirken sich technische Innovationen und die damit einhergehende kurzfristige Anderung der Nachfrage deutlich auf die Preisbildung aus. Zusatzlich bergen die hohe Konzentration auf der Angebotsseite bei einzelnen Rohstoffen, Handelshemmnisse und hohe Landerrisiken in einzelnen Abbaulandern Unsicherheiten in Bezug auf die zukunftige Rohstoffverfugbarkeit. Recycling leistet heute einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Rohstoffversorgung und verbessert die Rohstoffverfugbarkeit insbesondere in den Industrienationen. Der Bergbau wird jedoch, trotz der Zunahme der weltweiten Sekundarrohstoffmengen in den vergangenen Jahren, aufgrund des Wirtschaftswachstums in den Schwellenlandern auch weiterhin die Hauptlast der Rohstoffversorgung tragen mussen.

Autor(en):Dr. Martin Schmitz, Dr. Henrike Sievers
Schlagworte:Regionalentwicklung, Schonung natürl. Ressourcen, Vermeidung und Recycling, Nachhaltige Entwicklung
Seite:6
Preis:€ 3,00
 
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